Reise des Vereinsvorsitzenden Herrn Gröbler 15.12.2024 – 05.01.2025 in das Vereinshaus in der Dominikanischen Republik in Santiago de los Caballeros.
Am 01.09.2017 kamen die Gründungsmitglieder des zu gründenden Vereins „Mujeres para Mujeres“ zusammen, mit der Bestimmung den Frauen in der Dominikanischen Republik, sowie in Deutschland zu helfen.
Aus der bisherigen Erfahrung in unserer Arbeit in der Dominikanischen Republik, als auch in unserer Arbeit hier in Deutschland in Berlin, hat sich ein ständiger grundlegender Wandel mit der Zeit in unseren Aufgaben und Zielen unseres Vereines ergeben.
Darüber sind sich alle Vereinsmitglieder einig.
Da sich beide Staaten, d.h. Deutschland und die Dominikanische Republik sich immer schneller dem zeitlichen Wandel unterliegt, ändert sich somit auch unsere Herangehensweise und Ziele in der Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen.
Im Zeitalter der Automatisierung und Rationalisierung fallen zwangsweise immer die schwächsten der Welt, d.h. alleinstehende Frauen und alleinerziehende Mütter in einer Welt von Ausbeutung und Unterdrückung in der Dominikanischen Republik, als auch hier in der Bundesrepublik, in das gesellschaftliche Abseits.
Ohne Hilfe von außen ist das für die Frauen und auch für alleinerziehenden Männer alleine nicht zu bewältigen.
Ausgehend von der bisherigen geleisteten Arbeit unseres Vereines in einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung der an uns heran getragenen Bedürfnisse in der Dominikanischen Republik, als auch in der Arbeit mit bedürftigen Menschen hier in Berlin, sowie einer ständigen Planaktualisierung unserer Vereinssatzung.
Die Vereinsmitglieder sehen die Entwicklung aus den Schilderungen der Dominikanischen Republik in absehbarer Zeit zur notwendigen Änderung bzw. Ergänzung unsere Vereinsatzung.
Hierbei wurde heftig diskutiert, welchen Erfordernissen und Bedürfnissen wir mit unseren Möglichkeiten nach gehen könnten oder sollten.
Der Corona Virus hat 2021 in der Dominikanischen Republik ganze Arbeit geleistet und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen vernichtet und damit verbunden für die Schwachen in der Gesellschaft eine finanzielle Katastrophe, die nicht selten als Auswirkung der Umstände mit dem Tod endet. Der Hauptarbeitgeber in der Region sind nun mal die Hotels und alle damit in Zusammenhang stehenden Zulieferer.
Da somit keine Möglichkeiten bestehen, den gesundheitlichen Bedürfnissen, wie Arztbesuche und Operationen Folge zu leisten, da keine Krankenversicherung mehrvorhanden ist. Damit hat sich die Situationen noch mehr verschlechtert gegenüber dem Jahr 2020.
Somit wiederholen sich sämtliche Ereignisse immer und immer wieder neu.
Und so sterben die Menschen dann an Kleinigkeiten, wie Blutvergiftung, Anämie, Knochenbruch, Thrombose, Unfallfolgen und jegliche Art von Krebserkrankungen usw..
Auf Grund der Eröffnung des Kosmetikstudios von Frau Trang bleibt die finanzielle Unterstützung weiter aktiv, da eine Rückzahlung des Kredites zur Zeit auf Grund der wirtschaftlichen Lage nicht möglich ist.
Wir werden als Verein die Entwicklung von Frau Trang sehr genau im Auge behalten, da wir im Verein dieses Studio, als Weiter- und Ausbildungsstätte weiter nutzen wollen. Der Verein wird weiter alle notwendigen Unterstützungen geben, da dies sehr unserer Vereinspolitik entspricht.
Der Hauptaugenmerkt liegt weiter bei Frau Yanelly Rodriguez, die in der Zwischenzeit mehrere Operationen hinter sich bringen mußte und zum Schluß trotzdem Ihre linke Brust verloren hat, im Tausch gegen ein Leben (Foto).
Für uns als Verein war das schon ein Schock.
Wir haben auf Grund des größeren Bedarfs an finanziellen Mitteln, eine WEB Site ins Leben gerufen mit dem Namen „Mujeres para Mujeres“. Zu sehen unter: https://mujeres-para-mujeres.de/, sowie eine Mail Adresse : michael.groebler@mujeres-para-mujeres.de
In scheinbar endlosen Diskussionen sind wir einstimmig übereingekommen, das wir etwas ins Leben gerufen haben mit unserer Hilfe und damit unbewusst sehr große Erwartungen und Hoffnungen bei unsere Bedürftigen erzeugt haben, zumal sich unserer humanitäre Arbeit schneller herum gesprochen hat, als wir uns das vorstellen konnten.
Aus dieser Situation heraus und mit unseren kleinen und bescheidenen Möglichkeiten, haben wir uns einstimmig entschieden nach geeigneten neuen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Dies war im nach hinein leichter gesagt als getan. Das dies ein große Herausforderung werden würde, war zu diesem Zeitpunkt niemanden, auch nur ansatzweise klar.
Hier ein paar Beispiel mit Foto zur Verdeutlichung:
In der Zwischenzeit hat stellvertretende Vorsitzende aus Santiago allerdings alle Hände voll zu tun, wie z.B. die Operation eines jungen Mannes zu organisieren, der bei einem LKW Unfall eine Überfahrung seiner Bauchregion mit viele innerliche Verletzungen erlitten hat und dabei seine komplette Bauchspeicheldrüse verloren hat und überlebt hat mit diversen Folgeschäden, die seine Gesundheit beeinträchtigen (Foto).
Ein kleiner Junge hatte eine Beschneidung zu ertragen, da sein Penis auf Grund von Bakterien die aus der Wasserleitung sich so stark infiziert war, dass dies unumgänglich war (Foto).
Ein älterer Mann ca. 75 Jahre hatte einen Kreislaufproblem wegen ständigen Durchfalls, auf Grund der schmutzigen Trinkwasser (Foto)..
Ein Kleinkind hatte auf Grund einer starken Allergie, starke Atmungsprobleme und mußte zeitweise beatmet werden(Foto).
Eine junge Frau hatte starke Schmerzen im Unterleib und mußte sich einer Operation unterziehen, welches einen großen Tumor hervorbrachte (Foto).
Ein 5-jähriges Mädchen wurde von einem Motorrad überfahren, mit Armverletzungen und doppelten Schienbeinbruch (Foto).
Eine 33-jährige Frau lief wochenlang mit Zahnschmerzen umher bis die Zahnvereiterung bereits am Zahn von alleine ausfloss (Foto).
Ein gravierendes Ereignis war für uns die schnelle und unkomplizierte Hilfe für ein 35-jährige Frau die an Darmverschluss litt und notoperiert wurde (Foto).
Unsere Hilfe bezieht sich auch weiterhin in die entlegensten Regionen des Landes, die manchmal auch schwer zu erreichen sind, wenn unsere Hilfe mit Rat und Tat möglich ist.
Janelly unterzog sich einer Operation mit anschließender Chemotherapie (Foto).
Der Verein bleibt sich natürlich seinen Grundsätzen Treu und hat sich zum Ziel gesetzt auf Grund der großen territorialen und mentalen Unterschiede schrittweise an die Hilfe heranzugehen. Allen Vereinsmitglieder ist völlig klar, dass unser kleiner Verein weder die Welt, noch alle Bedürfnisse der Frauen auf der Insel retten kann.
Wir konzentrieren uns auf einen Kreis, die wir bereits unterstützt haben und um eine sogenannte Nachsorge durchführen. Das hat bereits einen großen Rahmen angenommen und kann leider nur teilweise durch uns finanziell gestemmt werden.
Auch hat sich in den Barrios von Santiago bis heute auch weiterhin keine kostengünstige medizinische Versorgung etabliert, es ist eher das Gegenteil endstanden, mit einer enormen Kostensteigerung in allen humanitären Bereichen.
Auch hat sich weiterhin gezeigt, um mit unseren Mitgliedern entsprechende persönliche Gespräche führen zu können, die jeweils unter dem Rahmen der Kochkurse laufen, werden die dazugehörigen Kinder auch weiterhin beschäftigt und altersgemäß mit Spielsachen ausgestattet, bis hin zum Nintendo und andere geeignete Gesellschaftsspiele. Sonst wäre eine angemessene Atmosphäre zur Beratung nicht möglich.
In unseren Gesprächen mit den Mitgliedern sind immer wieder gleiche Krankheitsbilder bei allen Bevölkerungsschichten aufgetreten, die immer die gleiche Ursache haben und zwar einmal stark verschmutztes Wasser mit Bakterien, die häufig zu der bekannten Legionärskrankheit führen.
Diese wird meistens im Anfangsstadium nicht erkannt und als Erkältung abgetan und verläuft dann in eine Lungenentzündung mit Thrombose, welche dann zum Teilausfall der Lungen, Herzinfarkt, Schlaganfall um im weiteren zum Tode führen.
Die zweite Hauptursache sind schlechte Lebensmittel mit Pilz- und Bakterienbefall, die zum Erbrechen, Durchfall und Kreislaufproblemen führen und meist nicht ohne teure Medikamente behandelt werden können.
Wir haben auf Grund der steigenden katastrophalen Gesundheitsprobleme unserer Mitglieder, haben wir daraufhin weiter gemeinsam im Verein beschlossen, unsere Arbeit auch auf medizinische Hilfe wesentlich zu erweitern, entsprechend unseren Möglichkeiten natürlich.
Bei näheren Kontakten mit der großen Gemeinnützigen Organisation „ CANDH“ in Puerto Plata, haben leider einsehen müssen, dass unsere bescheidenen Mittel nicht ausreichen, um nachhaltig entsprechende Unterstützung zu geben wie z.B. Dialyse, Chemotherapien usw..
Man muss verstehen, dass in einem dritten Welt Land die Menschen oftmals wie gelähmt sind und sich schneller mit dem Elend arrangieren, als dagegen zu kämpfen.
In diesem Fall Bedarf es manchmal nur einer guten Konzeption, guten Willen und das nötige Startkapital.
Hierbei soll eine entsprechende Website entstehen, die die Menschen über Ihre Möglichkeiten informiert Vorort im ganzen Land der Dominikanischen Republik gemeinnützige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir haben festgestellt, dass solche Hilfen oftmals nicht bekannt oder bekannt genug sind.
Grundsätzlich kann von der dortigen Betreuung ausgegangen werden, dass die Tätigkeit eines jeden einzelnen weit über das Maß der ehrenamtlichen Tätigkeit hinaus geht und nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Bei dieser Gelegenheit muß immer wieder betont werden, dass beim gemeinsamen Kochen, öffnen sich die Frauen dann im Vertrauen und erzählen von Ihren Problemen. In der Dominikanischen Republik ist es überhaupt nicht üblich, offen über seine Probleme zu sprechen, weder über familiäre oder persönliche Frauenprobleme.
Das gemeinsame Kochen und Schminken ist der Einstieg in die Beratung und somit Grundstein für eine erfolgreiche Arbeit mit den dortigen hilfsbedürftigen Menschen.
Berlin, den 31.12.2021
Michael Gröbler
Vorsitzender des Vereins
„Mujeres para Mujeres“