Reise des Vereinsvorsitzenden Herrn Gröbler 23.10.2022 – 06.11.2022 in das Vereinshaus in der Dominikanischen Republik in Santiago de los Caballeros.
Am 01.09.2017 kamen die Gründungsmitglieder des zu gründenden Vereins „Mujeres para Mujeres“ zusammen, mit der Bestimmung den Frauen in der Dominikanischen Republik, sowie in Deutschland zu helfen.
Aus der bisherigen Erfahrung in unserer Arbeit in der Dominikanischen Republik, als auch in unserer Arbeit hier in Deutschland in Berlin, hat sich ein ständiger grundlegender Wandel mit der Zeit in unseren Aufgaben und Zielen unseres Vereines ergeben.
Darüber sind sich alle Vereinsmitglieder einig.
Da sich beide Staaten, d.h. Deutschland und die Dominikanische Republik sich immer schneller auch dem zeitlichen Wandel unterliegt, ändert sich somit auch unsere Herangehensweise und Ziele in der Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen.
Im Zeitalter der Automatisierung und Rationalisierung fallen zwangsweise immer die schwächsten der Welt, d.h. alleinstehende Frauen und alleinerziehende Mütter in einer Welt von Ausbeutung und Unterdrückung in der Dominikanischen Republik, als auch hier in der Bundesrepublik, in das gesellschaftliche Abseits.
Ohne Hilfe von außen ist das für die Frauen und auch für alleinerziehenden Männer alleine nicht zu bewältigen.
Ausgehend von der bisherigen geleisteten Arbeit der letzten 5 Jahre unseres Vereines und in einer ständigen Weiterentwicklung, sowie in der Anpassung an der uns heran getragenen Bedürfnisse in der Dominikanischen Republik, als auch in der Arbeit mit bedürftigen Menschen hier in Berlin, sowie einer ständigen Planaktualisierung unserer Vereinssatzung, sehen die Vereinsmitglieder die Entwicklung aus den Schilderungen der Dominikanischen Republik in absehbarer Zeit zur notwendigen Änderung bzw. Ergänzung unsere Vereinsatzung.
Hierbei wurde heftig diskutiert, welchen Erfordernissen und Bedürfnissen wir mit unseren Möglichkeiten noch nachgehen könnten oder sollten.
Der Corona Virus 2021 hat in der Dominikanischen Republik ganze Arbeit geleistet und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen vernichtet und damit verbunden für die Schwachen in der Gesellschaft eine finanzielle Katastrophe, die nicht selten als Auswirkung der Umstände mit dem Tod endet. Der Hauptarbeitgeber in der Region sind nun mal die Hotels und alle damit in Zusammenhang stehenden Zulieferer und Produzenten.
Da somit keine Möglichkeiten bestehen, den gesundheitlichen Bedürfnissen, wie Arztbesuche und Operationen Folge zu leisten, da keine Krankenversicherung mehrvorhanden ist. Damit hat sich weiterhin die Situationen noch mehr verschlechtert gegenüber dem Jahr 2021.
Somit wiederholen sich sämtliche Ereignisse immer und immer wieder neu.
Und so sterben die Menschen dann an Kleinigkeiten, wie Blutvergiftung, Anämie (ein zunehmendes Problem, da kein Geld vorhanden ist, um sich vernünftig zu ernähren), Knochenbruch, Thrombose, Unfallfolgen und jegliche Art von Krebserkrankungen usw. sind dann die Folge.
Auf Grund der Eröffnung des Kosmetikstudios von Frau Trang bleibt die finanzielle Unterstützung weiter aktiv auch im Jahre 2022, da eine Rückzahlung des Kredites zur Zeit auf Grund der wirtschaftlichen Lage schwer möglich ist.
Wir werden als Verein die Entwicklung von Frau Trang sehr genau im Auge behalten, da wir im Verein dieses Studio, als Weiter- und Ausbildungsstätte weiter nutzen wollen. Der Verein wird weiter alle notwendigen Unterstützungen geben, da dies sehr unserer Vereinspolitik entspricht.
Der Hauptaugenmerkt liegt weiter bei Frau Yanelly Rodriguez, die in der Zwischenzeit mehrere Operationen hinter sich bringen mußte und zum Schluß trotzdem Ihre linke Brust verloren hat, im Tausch gegen ein Leben (Foto).
Durch unsere finanzielle Unterstützung kehrte Frau Yanelly Rodriguez nur sehr mühevoll ins normale Leben zurück, die natürlich auch durch Rückschläge, wie starkes Übergewicht und andere körperliche Einschränkungen einher gehen.
Durch die Anwesenheit einer eignen Website sind natürlich die Hoffnung auf geeignete Sponsoren gestiegen und wir warten nun auf einen positiven Erfolg.
Weiterhin sind die Erwartungen und Hoffnungen bei unsere Bedürftigen sehr groß, zumal sich unserer humanitäre Arbeit immer schneller herum spricht, als wir uns das vorstellen konnten.
Hier ein paar Beispiel mit Foto zur Verdeutlichung:
In der Zwischenzeit hat stellvertretende Vorsitzende aus Santiago allerdings alle Hände voll zu tun, wie z.B. eine stark überzuckerte Frau schnellstmöglich ins Krankenhaus zu bringen, da sie an akuter Atemnot , sowie Organversagen erkrankt ist.
Ein weiterer Dauerpatient ist Laury Hidalgo, auf Grund ihrer ständigen Anämie und in diesen Zusammenhang stehende anderen körperlichen Ausfällen, wie unerklärlich Anschwellung von Körperregionen, Sehstörungen Kopfschmerzen, Schwindelanfälle.
Ein schmerzlicher Fall hatten wir ebenfalls, ein nicht erkannter und nicht behandelter Schlaganfall bei einer 50 jährigen Frau, wo alle Wiederbelebungsaktivitäten zu spät kam und unser Mitglied nur noch den Tod feststellen konnte, betrübte uns alle sehr (Foto)
Unsere Hilfe bezieht sich auch weiterhin in die entlegensten Regionen des Landes, die manchmal auch schwer zu erreichen sind, wenn unsere Hilfe mit Rat und Tat möglich ist.
Der Verein bleibt sich natürlich seinen Grundsätzen Treu und hat sich zum Ziel gesetzt auf Grund der großen territorialen und mentalen Unterschiede schrittweise an die Hilfe heranzugehen. Allen Vereinsmitglieder ist völlig klar, dass unser kleiner Verein weder die Welt, noch alle Bedürfnisse der Frauen auf der Insel retten kann.
Wir konzentrieren uns auf einen Kreis, die wir bereits unterstützt haben und um eine sogenannte Nachsorge durchführen. Das hat bereits einen großen Rahmen angenommen und kann leider nur teilweise durch uns finanziell gestemmt werden.
Es ist schwer mit an zusehen, unterwelchen schwierigen Bedingung die meisten Menschen in den Barrios leben, keine regendichte Dächer der Häuser, keine Wasserversorgung mit frischem Wasser, schlechte hygienischen Bedingen im Sanitärbereich, als auch in den lokalen Colmados (Foto).
Als weiterhin positiv ist Frau Janelly Rodriguez im unserem Verein zu sehen. Sie führt seit der Eröffnung diese kleine Boutique mit Erfolg.
Ein weiteres Highlight ist, dass bei allem Elend es trotzdem noch etwas Kultur gibt und einzelne Künstler unbeirrt sich der Malerei verschrieben haben. (Foto) Dank unserer Hilfe, ist es uns gelungen diesem Künstler eine Urkunde zu verleihen, als anerkannter Volkskünstler der Dominikanischen Republik.
Auch hat sich weiterhin gezeigt, um mit unseren Mitgliedern entsprechende persönliche Gespräche führen zu können, die jeweils unter dem Rahmen der Kochkurse (Foto) laufen, werden die dazugehörigen
Kinder auch weiterhin beschäftigt und altersgemäß mit Spielsachen ausgestattet, bis hin zum Nintendo und andere geeignete Gesellschaftsspiele. Sonst wäre eine angemessene Atmosphäre zur Beratung nicht möglich.
In unseren Gesprächen mit den Mitgliedern sind immer wieder gleiche Krankheitsbilder bei allen Bevölkerungsschichten aufgetreten, die immer die gleiche Ursache haben und zwar einmal stark verschmutztes Wasser mit Bakterien, unhygienischer Lebensraum, katastrophale Unordnung im Haus, als auch auf dem Grundstück (Foto).
Diese wird meistens im Anfangsstadium nicht erkannt und als Erkältung abgetan und verläuft dann in eine Lungenentzündung mit Thrombose, welche dann zum Teilausfall der Lungen, Herzinfarkt, Schlaganfall um im weiteren zum Tode führen.
Die zweite Hauptursache sind schlechte Lebensmittel mit Pilz- und Bakterienbefall, die zum Erbrechen, Durchfall und Kreislaufproblemen führen und meist nicht ohne teure Medikamente behandelt werden können.
Wir haben auf Grund der steigenden katastrophalen Gesundheitsprobleme unserer Mitglieder, haben wir daraufhin weiter gemeinsam im Verein beschlossen, unsere Arbeit auch auf medizinische Hilfe wesentlich zu erweitern, entsprechend unseren Möglichkeiten natürlich.
Man muss verstehen, dass in einem dritten Welt Land die Menschen oftmals wie gelähmt sind und sich schneller mit dem Elend arrangieren, als dagegen zu kämpfen.
In diesem Fall Bedarf es manchmal nur einer guten Konzeption, guten Willen und das nötige Startkapital.
Berlin, den 31.12.2022
Michael Gröbler
Vorsitzender des Vereins
„Mujeres para Mujeres“