Reise des Vereinsvorsitzenden Herrn Gröbler 28.01.2020-12.01.2020 in das Vereinshaus in der Dominikanischen Republik  in Santiago de los Caballeros

Am 01.09.2017 kamen die Gründungsmitglieder des zu gründenden Vereins „Mujeres para Mujeres“ zusammen, mit der Bestimmung den Frauen in der Dominikanischen Republik, sowie in Deutschland zu helfen.

Aus der bisherigen Erfahrung in unserer Arbeit in der Dominikanischen Republik, als auch in unserer Arbeit hier in Deutschland in Berlin, hat sich ein Grundlegender Wandel mit der Zeit in unseren Aufgaben und Zielen unseres Vereines ergeben.

Darüber sind sich alle Vereinsmitglieder einig.

Da sich beide Staaten, d.h. Deutschland und die Dominikanische Republik sich immer schneller dem zeitlichen Wandel unterliegt, ändert sich somit auch unsere Herangehensweise und Ziele in der Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen.

Im Zeitalter der Automatisierung und Rationalisierung fallen zwangsweise immer die schwächsten der Welt, d.h. alleinstehende Frauen und alleinerziehende Mütter in einer Welt von Ausbeutung und Unterdrückung in der Dominikanischen Republik, als auch hier in der Bundesrepublik, in das gesellschaftliche Abseits.

Ohne Hilfe von außen ist das für die Frauen und auch für alleinerziehenden Männer alleine nicht zu bewältigen.

Ausgehend  von der bisherigen geleisteten Arbeit unseres Vereines in einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung  der an uns heran getragenen Bedürfnisse in der Dominikanischen Republik, als auch  in der Arbeit mit bedürftigen Menschen hier in Berlin, sowie  einer ständigen Planaktualisierung unserer Vereinssatzung.

Die Vereinsmitglieder sehen die Entwicklung aus den Schilderungen der Dominikanischen Republik   in absehbarer Zeit  zur notwendigen Änderung bzw. Ergänzung unsere Vereinsatzung.

Hierbei wurde heftig diskutiert , welchen Erfordernissen und Bedürfnissen wir mit unseren Möglichkeiten nach gehen können oder sollen.

Besonders negativ wirkt sich auch der immer schneller ausbreitende Corona Virus aus, der eine Bahn  von Kaos und Arbeitslosigkeit hinterlässt und damit verbunden für die Schwachen in der Gesellschaft  eine finanzielle Katastrophe, die oftmals mit dem Tod endet.

Da keine Möglichkeiten  bestehen, den gesundheitlichen Bedürfnissen, wie Arztbesuche und Operationen folge zu leisten. Das bedeutet, dass die Menschen vorne in der Anmeldung eines Hospital einfach versterben, da sie nicht die Behandlungskosten tragen können, die sie als  Behandlungspauschale vorher  zahlen müsse.  Von der nachfolgende notwendigen Medikamentenbetreuung erst gar nicht zu sprechen.

So haben wir oftmals junge Menschen die einen vereiterten Zahn haben und sie ihn versuchen sich selber zu ziehen mit einer Flachzange aus dem Baumarkt und  dabei den Zahn oberhalb des Zahnfleisches abbrechen, so dass der Zahnnerv absolut frei liegt und die Bakterien ungehindert  somit durch den Zahn in den Kieferknochen wandern  und dort eine Knochenzerstörung vornehmen. Rein äußerlich ziert dann ein Pflaumen großer Abszess das Gesicht. Bei zu später Behandlung ist dann der Kieferknochen zerstört, was zur Folge hätte, eine Knochentransplantation vor nehmen zu lassen. Dieses ist aber aus Kostengründen jedoch bei wenigen Menschen möglich.

Und so sterben die Menschen  dann   an Blutvergiftung, Knochenbruch, Thrombose  usw. .

Ein besonderes  Highlight war für unseren Verein, die Hilfe und  die Unterstützung mit einem Kredit für Frau Trang, die ein Kosmetikstudio eröffnet hatte und das Studio  völlig neu saniert und modernisiert  hatte.

Wir werden als Verein die Entwicklung von Frau Trang sehr genau im Auge behalten, da wir im Verein dieses Studio, als Weiter- und Ausbildungsstätte nutzen wollen. Der Verein wird weiter alle notwendigen Unterstützungen geben.

Einen besonders schweren Fall haben wir  in Betreuung in Puerto Plata, dort hat eine junge Frau  mit 29 Jahre, ohne familiären Anhang, die Brustkrebsdiagnose gestellt bekommen.

Das ist eine Frauenkrankheit mit Sterbegarantie und unendlichen kostspieligen Behandlungen, die sich nur wohlhabende Menschen  leisten können. Dabei ist der moralische Effekt noch nicht mal berücksichtigt, allein und sterbenskrank und ohne Geld zu sein. Wie in der Anlage zu sehen ist, haben wir alles mögliche getan, um die entsprechenden Kosten aufzubringen. Das heißt Operationen, Nachversorgung, begleitenden Medikamente, Transportgeld, sowie geeigneter Perücke .

In diesem Sinne haben wir ein großes Experiment gestartet und zwar sind wir mit einem Interview der jungen Frau über ihre persönliche Misslage  und den dazu gehörigen Umstände in der dortigen Gesellschaft ins Internet Youtube, Instagramm gegangen.

Der Erfolg und die Resonanz war umwerfend  schnell und groß.

Schon am nächsten morgen rief die Senatorin des Präsidenten  der D.R. bei ihr an und kündigte sich mit einen persönlichen Termin an.

Die bereits erteilte Entlassung aus Ihrem Betrieb wegen Krankheit, hier kurioser weise ein Hospital , wurde von der dortigen Direktorin sofort zurück genommen. Sie wurde wieder eingestellt und das Krankengeld wurde weiter gezahlt.

Es gab aus der ganzen Welt Zuspruch und Empörung über die sozialen Zustände in der D.R..

Nach zwei Tagen gab es Sach- und Geldspenden aus dem Land für Sie.

Für uns als Verein war das schon ein Schock über die schnellen Reaktionen der Dominikaner aus der ganzen Welt.

Wir sind danach einstimmig überein gekommen eine Internet Website in näherer Zukunft für unseren Verein in der D.R. und deren Arbeit auf zubauen.

Auch haben wir  Mütter mit behinderten Kindern eine medizinische Hilfe ermöglicht, um die notwendigen Dinge wie Brille und Gehhilfe zur Verfügung gestellt.

Dabei reicht unsere Hilfe auch weiterhin in die entlegensten Regionen des Landes, die manchmal auch schwer zu erreichen sind.

Auch zeigt sich immer wieder in unserem Verein, dass Bildung und eine Hilfe zur Selbsthilfe für  Frauen und Männer wichtig ist, um ihr ohnehin erschwertes Leben besser zu meistern zu können und Hoffnung zu haben auf eine reale Chance, ein würdevolles Lebens für sich und Ihre Kinder entwickeln zu können.

Der Verein bleibt sich natürlich seinen Grundsätzen Treu und hat sich zum Ziel gesetzt auf Grund der großen territorialen und mentalen Unterschiede schrittweise an die Hilfe heranzugehen.

Diese Arbeit stellt den wichtigsten Teil in unserer dortigen Arbeit dar, da wir nicht alle Interessenten helfen können, sondern uns auf einen Kreis beschränken, die wir bereits unterstützt haben und eine sogenannte Nachsorge durchführen. Das hat bereits einen großen Rahmen angenommen und kann nur teilweise durch uns finanziell gestemmt werden.

Auch hat sich in den Barrios von Santiago bis heute keine kostengünstige medizinische Versorgung etabliert, es wird  eher das Gegenteil mit einer enormen Kostensteigerung wahrgenommen.

Um mit unseren Mitgliedern entsprechende  persönliche Gespräche  führen zu können, die jeweils unter dem Rahmen der Kochkurse laufen, werden die dazugehörigen  Kinder auch weiterhin beschäftigt und altersgemäß mit Spielsachen ausgestattet, bis hin zum Nintendo und andere geeignete Gesellschaftsspiele. Sonst wäre eine angemessene Atmosphäre zur Beratung nicht möglich.

In unseren Gesprächen mit den Mitgliedern sind immer wieder gleiche Krankheitsbilder bei allen Bevölkerungsschichten aufgetreten, die immer die gleiche Ursache haben und zwar einmal stark verschmutztes Wasser mit Bakterien, die häufig zu der bekannten Legionärskrankheit führen.

Diese wird meistens im Anfangsstadium nicht erkannt und als Erkältung abgetan und verläuft dann in eine Lungenentzündung mit Thrombose, welche dann zum Teilausfall der Lungen oder zum Tode führen.

Die zweite Hauptursache sind schlechte Lebensmittel mit Pilz- und Bakterienbefall, die zum Erbrechen, Durchfall und Kreislaufproblemen  führen und meist nicht ohne Medikamente behandelt werden können

Wir haben auf Grund der steigenden katastrophalen Gesundheitsprobleme unserer Mitglieder, daraufhin  gemeinsam im Verein beschlossen, unsere Arbeit auch auf  medizinische Hilfe wesentlich zu  erweitern, entsprechend unseren Möglichkeiten natürlich.

Ferner haben wir Kontakt aufgenommen zu einer großen Gemeinnützigen Organisation „ CANDH“ in Puerto Plata, denen es möglich ist auf Grund internationaler Hilfe, andere und größere Unterstützung zu geben z.B. Dialyse, Chemotherapien usw..

Man muss verstehen, dass in einem dritten Welt Land die Menschen oftmals wie gelähmt sind und sich schneller mit dem Elend arrangieren, als dagegen zu kämpfen.

In diesem Fall Bedarf es manchmal nur einer guten Konzeption, guten Willen und das nötige Startkapital.

Hierbei soll eine entsprechende Website entstehen, die die Menschen über Ihre Möglichkeiten informiert Vorort im ganzen Land der Dominikanischen Republik gemeinnützige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir haben festgestellt das  solche Hilfen oftmals nicht bekannt oder bekannt genug sind.

Grundsätzlich kann von  dortigen Betreuung ausgegangen werden, dass die Tätigkeit eines jeden einzelnen weit über das Maß der ehrenamtlichen Tätigkeit hinaus geht und nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Hierzu kam der Hinweis der Frau Jimenez Tavarez mit den dortigen internationalen Hilfsorganisationen enger zusammen zuarbeiten, da die Betroffenen Menschen oftmals nicht einmal wissen, dass es für sie in bestimmten Bereichen Beratung und Hilfe gibt.

Dieses haben wir aus den neuen Anforderungen und Anregungen unserer Probanden entnommen.

Bei dieser Gelegenheit und nicht nur beim Kochen, öffnen sich die Frauen dann im Vertrauen und erzählen von Ihren Problemen.

Das gemeinsame Kochen und Schminken ist der Einstieg in die Beratung und somit Grundstein für eine erfolgreiche Arbeit mit den dortigen hilfsbedürftigen Menschen.

Berlin, den 01.03.2021

Michael Gröbler

Vorsitzender  des Vereins

„Mujeres para Mujeres“